Repeat All


from 2018/09/14 until 2018/10/27

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Repeat All 
Mirja Carl / Marion Eichmann / Juliana España Keller / Julia Krewani 

Ausstellung 15.09. - 27.10.2018 
Eröffnung, 14.09.2018, 19 Uhr
Gallery Weekend: Sa + So 14 - 18 Uhr


English: 

Repeat All
Mirja Carl / Marion Eichmann / Juliana España Keller / Julia Krewani 

Exhibition 2018-09-15 until 2018- 10-27
Opening, 2018-September-14, 19 h
Gallery Weekend: Sat + Sun 2pm - 6pm

 

(English version below:)

Für das Bedürfnis nach Wiederholung gibt es an manchen Geräten Knöpfe. Sie ermöglichen beispielsweise das unendliche Abspielen eines Songs, bis man ihn verinnerlicht hat und schließlich selber wiedergeben kann.

In der Ausstellung REPEAT werden Dinge und Handlungen kopiert, vervielfältigt und reinszeniert, die in der Fülle des Visuellen aus unerklärlichen Gründen im Gedächtnis abgelegt wurden. Das Wiederholen von Ereignissen oder Dingen dient sowohl der Erinnerung als auch der Aneignung. Man versichert sich der Geschehnisse. In dieser Handlung liegt aber auch die Möglichkeit der Entfremdung, Benutzung und das Erinnerte steht jetzt zur freien Verfügung. Es kann verändert und verklärt werden. Die Gewohnheit ist in Gefahr. Somit birgt die Geste der Wiederholung neben der Vergewisserung auch die Verunsicherung.
Die Möglichkeiten der Wiederholung sind genauso vielfältig wie die des Erinnerns: Mirja Carl druckt großformatig Fassaden und löst das Einzelne im Rausch der Aneinanderreihung auf. Marion Eichmann tastet die Dinge durch die erneute Wiedergabe ab. In ihren Papierobjekten hebt sie Signifikantes hervor, lässt Überflüssiges fallen.
Die kinetischen Objekten Julia Krewanis verharren in einer immer wiederkehrenden Bewegung. In ihnen zeigt sich die Vergeblichkeit des alltäglichen Tuns. Juliana España Keller zeigt in ihrem Film Frauen, die sich der Monotonie der Wiederholung widersetzen. In dieser Ablehnung wird die Gewohnheit des Alltags jedoch umso spürbarer.

Die Ausstellung REPEAT präsentiert in der Auswahl der künstlerischen Arbeiten Varianten der Wiederholung.

 English version:

For the need for repetition there are buttons on some devices. For example, they allow you to play a song endlessly until you have internalised it and can finally sing it yourself.

In the exhibition REPEAT, objects and actions from everyday life that have inexplicably been stored in the memory are being copied, multiplied and restaged. The repetition of events or objects serves, just like in real life, as an aid to memory and appropriation. One can reassure themselves of matters and occurrences. But with this also comes the possibility to alienate or transfigure. Comfort is jeopardised. Therefore, the act of repetition simultaneously bears affirmation and disconcertion.
The possibilities for repetition are just as diverse as those for recollection:
Mirja Carl prints large-format facades and dissolves the individual object in a frenzy of juxtaposition.
Marion Eichmann takes pleasure in experiencing things anew through replicating objects with paper, highlighting important aspects and dropping the superfluous.
Julia Krewani's kinetic objects remain in a recurring motion. One can, at times, recognise the futility of everyday work, whilst some motions create situations that suggest liveliness.
Juliana España Keller shows women who defy the monotony of repetition, in her film. In this refusal, however, the routine of everyday life becomes ever so noticeable.

The exhibition REPEAT replays different versions of everyday life by showing selected objects and actions that refuse their designated use.

 

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