Bombe


from 2014/09/19 until 2014/10/11

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Frederik Poppe 
Bombe  

Eröffnung Freitag, 19. September 2014, 19 Uhr  
Dauer der Ausstellung
20. September – 11. Oktober 2014  
 

Opening: Fr, September 19, 7 pm  
September 20 – October 11, 2014  

 

Der Ausbruch der Weltkriege jährt sich dieses Jahr zum 100. bzw. 75. Mal. In seiner Folge veränderte sich Europa erheblich. Die direkten Auswirkungen kriegerischer Auseinandersetzung sind jedoch nicht nur in Regionen erkennbar, in denen bewaffnete Konflikte in jüngerer Vergangenheit liegen (z.B. Bosnien, Kosovo). Auch in den Teilen des Kontinents, die seit nun fast 70 Jahren als befriedet gelten, werden wir nahezu täglich an den Einsatz von Kampfmitteln erinnert. Viele Menschen in Deutschland entnehmen entsprechende Meldungen hauptsächlich den Verkehrsnachrichten, in denen von Straßensperrungen aufgrund einer Kampfmittelbeseitigung berichtet wird.

Immer wieder ist es notwendig aufgrund von Sprengkörperbergungen, ganze Wohngebiete zu evakuieren. Teilweise werden Bauten durch Sprengkörper noch heute massiv beschädigt. Erst jüngst forderte der zweite Weltkrieg ein weiteres Todesopfer: ein Baggerfahrer starb, als am 3.1.2014 bei Bauarbeiten in Euskirchen eine so genannte Luftmine explodierte.

Im Zentrum der Ausstellung steht eine Installation: auf einem Galeriesockel wird ein entschärfter Munitionskörper (z.B. Fliegerbombe) aus dem zweiten Weltkrieg platziert. Die Installation verdeutlicht einerseits, wie Kriegsereignisse unser Leben Jahrzehnte später beeinflussen. Kampfmittel aus den Weltkriegen müssen nach wie vor geborgen werden. Teilweise befinden sich intakte Munitionskörper unter den Gebäuden, in denen wir leben sowie in Landschaftsteilen und Gewässern, die wir nutzen.

Weiterhin ist in der Ausstellung Malerei zu finden, die das Leben von Menschen nach jüngeren kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa zum Inhalt haben. Als Grundlage dienten Fotografien und Skizzen, die in Kroatien, Bosnien und Serbien angefertigt wurden.

english version:

"Bombe" (bomb) is related to the outbreak of World War I and II - 100 respectively 75 years ago. Europe changed considerably, however, the direct impact of armed conflict are evident not only in regions, where armed conflicts lie in the recent past (eg. Bosnia, Kosovo). Even in parts of the continent that have been considered pacified for almost 70 years, we are reminded almost daily of the use of ordnance. Many people in Germany see corresponding messages primarily to news on traffic and transport, which report of road closures due to explosive ordnance disposal.

Due to explosive rescues it is still necessary to evacuate whole neighborhoods. Even today sometimes buildings are damaged by explosive devices massively. Only recently the second world war produced one more victim: An excavator driver died when a so-called air mine exploded during construction work in Euskirchen 01.03.2014.

The exhibition is an installation based on a piece of disarmed ammunition. The installation demonstrates the influences of war on our lives decades later. Ordnance from the world wars still have to be removed into safety. Intact ammunition are still among the buildings, in which we live as well as in parts of the landscape and waters that we use.

Furthermore, in the exhibition you will find paintings dealing with people's lives after recent conflicts in Europe. Photographs and sketches that were made in Croatia, Bosnia and Serbia were used as basis.

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